Case Text

Eine Neo-Grotesk mit hohem Anspruch an Leserlichkeit.

Gestaltet von Erik Spiekermann, Anja Meiners und Ralph du Carrois mit den dazugehörigen optischen Größen Case und Case Micro. Der perfekte Mengentext-Sidekick der großen Schwester.

8 Schriftschnitte
Case Text Light
Case Text Light Italic
Case Text Regular
Case Text Italic
Case Text Medium
Case Text Medium Italic
Case Text Bold
Case Text Bold Italic
Rag
Rag
Rag
Rag
Rag
Rag
Rag
Rag

Wer sparsam leben will, kauft sich etwas Wertvolles. — Hannes Wettstein

OpenType
80 minutes, 2007
Biennale of Architecture
In Theatres Fall 2021
Weitere OT-Features können dem Specimen-PDF entnommen werden.

Story

„The Curious Case of Erik Spiekermann“; „For lowercase, uppercase, for every case.“ … Wortspiele gäbe es zu Hauf für eine Schrift mit diesem Namen. Aber die sparen wir uns. Konzentrieren wir uns lieber auf Fakten.

Corporate-Typedesigner kennen die Situation. Ihre Auftraggeber möchten Neues, Eigenständiges. Etwas, womit sie sich klar von ihren Konkurrenten abheben können. Oft wollen sie dann aber doch das immer Gleiche: die eigene Version einer Neo-Grotesk im Stile einer Helvetica®, Akzidenz Grotesk® oder Univers®.

Auch Anja Meiners, Ralph du Carrois und selbst Erik Spiekermann erlebten Briefings dieser Art. Zwar erschufen sie gemeinsam viel respektierte eigenständige Custom-Type-Projekte, aber zuweilen fanden auch sie sich an solch einer Variation der omnipräsenten serifenlosen Linear-Antiqua wieder.

Die Case ist die Essenz aus diesen Arbeiten. Alles, was sie am Genre der populärsten Schriftart der Welt für verzichtbar halten, ließen sie weg. Alles, was sie an ihr lieben, ist drin. Diesem Konzentrat fügten sie neue Ideen und konzeptionelle Lösungen für eine moderne statische Grotesk hinzu. So entstand das fehlende Element einer strapazierten Fontkategorie: eine Schrift, deren klarer Grundcharakter vertraut wirkt und Vertrauen schafft, aber gleichzeitig neuartig und individuell ist und damit wie geschaffen für eine starke Markenbildung. Eine Schrift, die aus der Praxis komplexer Branding-Projekte für die Praxis solcher Branding-Projekte entstand.

Vorerst gibt es die Case in drei optischen Größen: die Kernfamilie für die allermeisten Anwendungsfälle, insbesondere größeren Gebrauch wie Logos, Wortmarken und Headlines, die Text für umfangreicheren Content und die Micro für klein gesetzte Textbereiche. Je nach Einsatzgebiet kann man mit ihr noch Leserlichkeit bei 5pt Schriftgröße garantieren, in manchen Fällen funktioniert die Micro sogar noch gut unter diesem Wert.

Case Superfamily differences

Ein wichtiges unterscheidendes Kriterium der Familienmitglieder ist ihre jeweilige Laufweite. Im Vergleich ist die Zurichtung der normalen Case eng, die der Text hingegen weiter und der Micro am weitesten. Weitere Unterschiede zugunsten der besseren Lesbarkeit von Case Text und Case Micro sind eine höhere x-Höhe, ein „l mit Schniepel“ (offizielle Spiekermann-Terminologie) und offenere Formen als bei ihrer großen Schwester. Die Micro besitzt zusätzliche unterscheidbarere Zeichenformen (r, i, j) bzw. breitere Glyphen (f, t), sowie deutliche Kontraste in den Zusammenflüssen von Stamm und Bogen.

Ein Alleinstellungsmerkmal stellen die echten Kursiven dar. Die sind in solch prägnanter Form in diesem Genre rar. Oft geben sich Typedesigner hier mit Obliques zufrieden, also lediglich schräggestellten und nicht eigens entworfenen Kursiven. Noch seltener sind da noch Variable-Fonts. Bei der Case gibt’s die inklusive im Superfamily-Paket, somit ohne Extra-Kosten. Deutschsprachigen Anwendern und Anwenderinnen mit politisch korrektem Anspruch wird außerdem das automatische OpenType-Gendersternchen gefallen.

Die geplanten und teilweise in Arbeit befindlichen Ausbaustufen betreffen die Sprachunterstützung, die Weiten (Condensed und Extended), eine Monospaced-Variante und eine UniCase. Ein wenig Wortspielerei sei dann doch gestattet.

Der Name der Schrift leitet sich aus einer besonderen Eigenschaft aller Case-Stile ab: die Abschlüsse von Zeichen wie c, a, s, e und ihrer Artverwandten befinden sich auf gleicher Höhe. Dies dient der Optimierung für die Gestaltung von Logos und betrifft daher auch Versalien und Kapitälchen. So sieht die Case nicht nur gut aus, wenn man sie typografisch korrekt setzt, sondern auch, wenn man sie übertrieben eng spationiert. Und da eine Schrift in ihrem eigenen Namen gut und charakteristisch aussehen sollte und ohnehin alle Spiekermann-Schriften nach der ITC Officina® mit vier Buchstaben auskommen, ergab sich die Benennung fast von allein.

Wir glauben an das Potenzial der Case, ein Klassiker von morgen zu werden. 30 Jahre nach Erik Spiekermanns wichtigstem Klassiker FF Meta® visiert ihr Designer gemeinsam mit Anja Meiners und Ralph du Carrois nun die Zwanziger an.

(Helvetica, Univers, ITC Officina und FF Meta sind eingetragene Warenzeichen von Monotype. Akzidenz-Grotesk ist ein eingetragenes Warenzeichen von Berthold Types Limited.)

A
#65

Glyphen

Großbuchstaben

A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z

Kleinbuchstaben

a
b
c
d
e
f
g
h
j
k
l
m
n
o
p
q
r
s
t
u
v
w
x
y
z

Akzentzeichen

Á
Ă
Â
Ä
À
Ā
Ą
Å
Ã
Æ
Ć
Č
Ç
Ĉ
Ċ
Ð
Ď
Đ
É
Ĕ
Ě
Ê
Ë
Ė
È
Ē
Ę
Ğ
Ĝ
Ģ
Ġ
Ħ
Ĥ
Í
Ĭ
Î
Ï
İ
Ì
Ī
Į
Ĩ
Ĵ
Ķ
Ĺ
Ľ
Ļ
Ŀ
Ł
Ń
Ň
Ņ
Ŋ
Ñ
Ó
Ŏ
Ô
Ö
Ò
Ő
Ō
Ø
Õ
Œ
Þ
Ŕ
Ř
Ŗ
Ś
Š
Ş
Ŝ
Ș
Ə
Ŧ
Ť
Ţ
Ț
Ú
Ŭ
Û
Ü
Ù
Ű
Ū
Ų
Ů
Ũ
Ŵ
Ý
Ŷ
Ÿ
Ź
Ž
Ż
á
ă
â
ä
à
ā
ą
å
ã
æ
ć
č
ç
ĉ
ċ
ð
ď
đ
é
ĕ
ě
ê
ë
ė
è
ē
ę
ğ
ĝ
ģ
ġ
ħ
ĥ
í
ĭ
î
ï
i
̇
ì
ī
į
ĩ
ĵ
ķ
ĺ
ľ
ļ
ŀ
ł
ń
ň
ņ
ŋ
ñ
ó
ŏ
ô
ö
ò
ő
ō
ø
õ
œ
þ
ŕ
ř
ŗ
ś
š
ş
ŝ
ș
ß
ə
ŧ
ť
ţ
ț
ú
ŭ
û
ü
ù
ű
ū
ų
ů
ũ
ŵ
ý
ŷ
ÿ
ź
ž
ż

Ziffern & Währungssymbole

0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
¤
$
¢
£
¥
ƒ
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
(
)
+
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
=
(
)
+
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
=

Kapitälchen

!
&
(
)
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
?
[
]
a
b
c
d
e
f
g
h
i
j
k
l
m
n
o
p
q
r
s
t
u
v
w
x
y
z
{
}
¡
¿
ß
à
á
â
ã
ä
å
æ
ç
è
é
ê
ë
ì
í
î
ï
ð
ñ
ò
ó
ô
õ
ö
ø
ù
ú
û
ü
ý
þ
ÿ
ā
ă
ą
ć
ĉ
ċ
č
ď
đ
ē
ĕ
ė
ę
ě
ĝ
ğ
ġ
ģ
ĥ
ħ
ĩ
ī
ĭ
į
ij
ĵ
ķ
ĺ
ļ
ľ
ŀ
ł
ń
ņ
ň
ŋ
ō
ŏ
ő
œ
ŕ
ŗ
ř
ś
ŝ
ş
š
ţ
ť
ŧ
ũ
ū
ŭ
ů
ű
ų
ŵ
ŷ
ź
ż
ž
ș
ț
ə
̀
́
̂
̃
̄
̆
̇
̈
̊
̋
̌

Interpunktion

.
,
:
;
!
¡
?
¿
&
@
·
*
#
/
|
\
(
)
{
}
[
]
-
­
_
«
»
"
'

Mathematische Zeichen & Symbole

+
×
÷
=
>
<
±
~
¬
^
µ
%

Pfeile & Formen

Ligaturen

fi
fl
ff
ffi
ffl
ffj
fj
ft

Griechisch

π

Sprachen

Afrikaans
Albanian
Asu
Basque
Bemba
Bena
Breton
Catalan
Cornish
Croatian
Czech
Danish
Dutch
Embu
English
Esperanto
Estonian
Faroese
Filipino
Finnish
French
Friulian
Galician
Ganda
German
Gusii
Hungarian
Icelandic
Inari Sami
Indonesian
Irish
Italian
Jola-Fonyi
Kabuverdianu
Kalenjin
Kamba
Kikuyu
Kinyarwanda
Latvian
Lithuanian
Lower Sorbian
Luo
Luxembourgish
Luyia
Machame
Makhuwa-Meetto
Makonde
Malagasy
Maltese
Manx
Meru
Morisyen
Northern Sami
North Ndebele
Norwegian Bokmål
Norwegian Nynorsk
Nyankole
Oromo
Polish
Portuguese
Quechua
Romanian
Romansh
Rombo
Rundi
Rwa
Samburu
Sango
Sangu
Sena
Serbian
Shambala
Shona
Slovak
Slovenian
Soga
Somali
Spanish
Swahili
Swedish
Swiss German
Taita
Teso
Turkish
Upper Sorbian
Uzbek
Volapük
Vunjo
Walser
Welsh
Team & Details
Designsupport
  • Andreas Frohloff
Mastering, Produktion

Andreas Frohloff
Christoph Koeberlin

Marketing

Ivo Gabrowitsch (konzeptionelle Mitwirkung, Name, Text, Bildauswahl, Specimen)
Loris Olivier (Grafikdesign)
Jana Kühl (Bildauswahl)

Designzeitraum

2016–2020

Veröffentlichung

10.2020

Empfohlene Anwendungsbereiche

Werbung & Verpackung
Redaktionell & Verlagswesen
Film & TV
Logo, Branding & CI
Software & Gaming
Responsive Designs